Kommunaler Anzeiger und Neues Gera

Der „Kommunale Anzeiger“ der Stadt Gera wird als Beilage des Anzeigenblatts „Neues Gera“ auf Kosten der Geraer Bürger verteilt.

Der politisch interessierte Bürger ist für den Zugang an amtliche Mitteilungen gezwungen, das Anzeigenblatt des Herrn Dr. Frank in die Hand zu nehmen.

Dr. Frank bietet seit Monaten in seinem Anzeigenblatt „Neues Gera“ der rechtsextremistischen Sammlungsbewegung „Alternative für Deutschland“ (AfD) eine breite mediale Plattform. Dies mag seiner persönlichen Disposition entsprechen. Schließlich hat der Mann kein Problem damit, beschützt von einschlägig bekannten Rechtsradikalen, sich auf ein Podium mit Haßpredigern und Verleumdern vom Schlage Höcke und Brandner zu stellen, deren kriminelle Vereinigung Forderungen nach Liquidierung Andersdenkender, Registrierung Homosexueller und Schusswaffengebrauch gegen Asylsuchende unwidersprochen lässt.

Auch sei ihm gegönnt, dass er seine Publikationen im Sinne des eigenen Weltbildes ausrichtet – Demokratie sei Dank. ln der letzten Aussendung seiner Postille vom 30.10.15 hat der Mann aus unserer Sicht eindeutig die Grenze des Erträglichen überschritten. In einem anonymisierten Interview mit dem AfD-Hetzer Brandner unterstellt er bzw. einer seiner abhängigen Beschäftigten Sachverhalte, die falsch oder zumindest unbewiesen sind und dem Befragten die Möglichkeit bieten, Verunsicherung und Verleumdung zu verbreiten; Hass und Gewalt zu schüren.

Es steht den Anzeigenkunden des Herrn Dr. Frank frei, dieses Blatt mit ihren Anzeigen weiter zu finanzieren. Für die Geraer Piraten ist es schlechthin nicht hinnehmbar, dass unsere Stadtverwaltung mit dem „Kommunalen Anzeiger“ diese inhumanitäre Hetze weiter alimentiert. Wir erwarten von der Stadtverwaltung eine sofortige und nachweisliche Auflösung aller Verträge der Stadt und ihrer Unternehmen mit den Firmen des Herrn Dr. Frank.

Ernst-Dietrich Färber
KV-Vorsitzender Gera der Piratenpartei Deutschland


Kommentare

Ein Kommentar zu Kommunaler Anzeiger und Neues Gera

  1. Monika Gottwald schrieb am

    Die Kritik an der Bevorteilung des Meinungsblattes Frank, daß die Geraer Stadtnachrichten sozusagen einwickelt, teile ich. Es erweckt den Anschein eine Information über die Woche im Geraer Stadtrat und Gera zu liefern. Tendenziös mit bestimmten Zielen. Unternehmer und Investoreninteressen, die Stadtverwaltung wird noch nicht direkt angegriffen, liest sich aber so als ob auch dies noch zu viel zumindest für diese Interessengruppen ist. Dabei wird dem Leser, der sich nicht ständig befaßt suggeriert, das Stadtverwaltung fast überflüssiger teurer Luxus ist. Letztendlich untergräbt diese Meinungsmache eine anständige Information und führt grade die Menschen in unserer Stadt „in die Irre“ gegen ihre eigenen Interessen zu handeln.
    „Denn nur Reiche können sich eine arme Stadt leisten“!
    Danke für Eure Informationen der Piraten.

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