Pressemitteilung Wahlempfehlung OB-Kandidat Gera

Pressemitteilung Piratenpartei Kreisverband Gera

[Zusatz 09.03.2012: das richtige Abstimmungsergebnis der Piraten KV Gera für eine Wahlempfehlung / Unterstützung für Dr-Ing. Ulrich Porst lautet 5 Ja / 2 Nein / 3 Enthaltungen]

Datum: 07.03.2012

Ort: „Paulaner Keller“, Clara-Zetkin-Str.14, 07545 Gera

Zeit: 19:00 – 19:30 Uhr

Die Mitglieder der Piratenpartei des Kreisverbandes Gera hatten am 01.03.2012 nach dem letzten der drei Kandidatengespräche gemeinsam beschlossen, zur Wahl des Oberbürgermeisters keinen eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern einem der drei ernsthaften Oberbürgermeisterkandidaten eine Unterstützung im Wahlkampf anzubieten.

Grundlage für die getroffene Entscheidung waren Gespräche mit den Kandidaten und die Befragung nach deren Zielsetzung für die Zeit ab dem 01.07.2012. Die gestellten Fragen sind beigefügt. Die größten Schnittmengen sehen wir beim parteilosen Kandidaten Dr.-Ing. Ulrich Porst, da er unseren inhaltlichen Auffassungen zur Entwicklung der Stadt am nächsten steht und dieses auch glaubhaft dargelegt hat.

Wir sprechen daher als Piratenpartei Kreisverband Gera eine Wahlempfehlung für Dr.-Ing. Ulrich Porst aus, und bieten hierzu eine vielfältige erweiterte Unterstützung an.

Wir möchten Dr.-Ing. Ulrich Porst dabei behilflich sein, dass er seine Ziele in Gera umsetzen kann, möchten aber auch ausdrücklich betonen, dass er uns gegenüber keinerlei Verpflichtungen eingeht und weiterhin als parteiloser, unabhängiger Kandidat behandelt wird. Die Piraten Gera und Dr.-Ing. Ulrich Porst bleiben auf beiderseitigen Wunsch unabhängig voneinander.

Wir sehen in Dr.-Ing. Ulrich Porst eine echte Alternative, da er erstens aus der Wirtschaft kommt und die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung der Stadt sein Hauptziel ist, und er zweitens durch seine langjährigen Erfahrungen als parteiloser Stadtrat die Strukturen und Personen in der Verwaltung gut kennt und zu schätzen weiß.

Wir trauen ihm zu, unter Einbeziehung aller fortschrittlichen Kräfte der Stadt, die Interessen von Gera bei den Landes- und Bundesbehörden, aber auch gegenüber der EU vertreten zu können.

Wichtig ist uns auch, dass er keine politischen Interessen in diesem Amt verfolgt und sich voll und ganz auf die wirtschaftliche und soziokulturelle Aufwärtsentwicklung der Kommune konzentrieren will.

Er möchte mit Sachverstand und Augenmaß als Grundlage bei Stadtratsentscheidungen agieren anstatt mit Parteidisziplin Entscheidungen zu verfälschen. Ziel ist die Gesundung unserer Heimatstadt trotz immer schwieriger werdender finanzieller Möglichkeiten.

In den wesentlichen Punkten sind wir mit Herrn Dr.-Ing. Ulrich Porst deckungsgleich,

Diese wären:

  • mit gewerblicher Ansiedlung Arbeitsplätze schaffen
  • jungen Menschen in der Stadt eine Perspektive geben
  • die Erziehung und Bildung unserer Kinder und Jugendlichen umgehend verbessern
  • Stabilisierung des Stadthaushaltes
  • Erhaltung und sinnvoller Ausbau der Infrastruktur
  • Berücksichtigung der Altersstruktur bei der kulturellen und sportlichen Entwicklung

Die Ansiedlung und Unterstützung von Unternehmen und Gewerbetreibenden sind und bleiben die Grundlage für die Entwicklung unserer Stadt.

Wir wünschen uns von alle Kandidaten einen fairen Wahlkampf und fordern auch jeden Geraer Bürger auf, am 22.04.2012 zur Wahl zu gehen und von seinem demokratischen Grundrecht Gebrauch zu machen.

Uwe Rüdiger

Vorsitzender Piratenpartei Kreisverband Gera

.::: Pressemitteilung 07.03.2012 :::.


Kommentare

8 Kommentare zu Pressemitteilung Wahlempfehlung OB-Kandidat Gera

  1. Uwe Rüdiger schrieb am

    Hallo Timmi, Dr.Porst wußte von der Aufstellung von Frau Hahn nichts, daher sein „Alleingang“.

    „Jugendliche müssen Disziplin lernen“ –> http://www.youtube.com/watch?v=5Rfyx4lNq0k Minute 6 und Minute 12 wird noch einmal sein Standpunkt erläutert.

    Sicherlich hat er hier noch nicht den vollen Einblick, da das alles ist ein sehr komplexes Thema ist, da hast du vollkommen Recht, und sich darin einzuarbeiten erfordert eine lange Zeit (dazu gibt es aber auch die kompetenten Fachdienste). Er redet oft von Sportvereinen als Beispiel da er selber meines Wissens nach in einem Verein tätig ist.

  2. timmi schrieb am

    „Als Dr.Hahn aufgestellt wurde und niemand anders davon wußte, ist er konsequenterweise auch als OB-Kandidat angetreten.“ ich denke, er wusste durchaus von ihrer kandidatur… verstehe ich den satz falsch?

    von stadtjugendring blieb mir folgendes von herrn porst in erinnerung (grob verkürzt):
    -jugendlichen müssen disziplin lernen (am besten im (sport-)verein). deshalb muss vereinsarbeit gefördert werden.
    -jugendarbeit muss über sponsoring finanziert werden.
    -das nazi-problem muss in karlsruhe entschieden werden

    diese 3 punkte blieben mir besonders in erinnerung. jugendarbeit auf erziehung zur disziplin reduzieren ist sehr kurzsichtig, jugendarbeit auf vereine (wenn damit sportvereine, welche jugendlcihen disziplin beibringen) reduzieren ist an der lebenswirklichkeit von jugendlichen vorbei. die meisten vereine, welche sich mit jugendarbeit beschäftigen, arbeiten schon mit sponsoring (sekundärquellen sind eine notwendigkeit im sozialen bereic, allerdings reicht das geld auch mit eigenleistung und sponsoring usw. nicht), allerdings ist sponsoring etwas, was man genau abwägen muss, sponsoring wird oft mit spenden verwechselt. auch das naziproblem wird eben ganz genau nicht in karlsruhe „gelöst“. die verschwinden ja nicht, wenn man sie weg verbietet.

    nun ja, wie auch immer, vielleicht habe ich ihn nur falsch verstanden und er hat das alles ganz anders gemeint, oder ich habe das wesentliche überhört…

  3. Uwe Rüdiger schrieb am

    Hallo Timmi,

    die Frage wird sein, wie Dr.Vornehm und Dr.Hahn damit umgehen, Vornehm hat auch auf dem Stadtjugendring gesagt, das Gera das Geld fehlt und hier zwangsläufig noch mehr freiwillige Leistungen wegfallen könnten. Bei Porst ist mir noch in Erinnerung, das er die Wirtschaft und Unternehmen zu noch mehr Engagement überreden will und hier über Patenschaften o.ä, nachgedacht werden kann.

    Und so blöd wie das klingt, aber der OB streicht nicht das Geld, das macht der Stadtrat in seiner Gesamtheit!!!

    Fakt ist und bleibt aber, und das ist unsere Piratenmeinung, noch mehr darf und kann hier nicht gekürzt werden, wir sind hier für uns da auch gerade an einer Ideenerarbeitung, wenn du hierzu noch geniale Vorschläge hast dann her damit (würden uns jedenfalls darüber freuen).

    Ob Porst das bürgerliche Lager spaltet, kann ich nicht beantworten. Er war stets parteilos und hatte nur eine indirekte Mitarbeit in der CDU/AFG/FDP-Stadtratsfraktion. Als Dr.Hahn aufgestellt wurde und niemand anders davon wußte, ist er konsequenterweise auch als OB-Kandidat angetreten. Und das die CDU auch noch den „Ausschluß“ des nicht in der CDU befindlichen Dr.Porst verkündete, ist wohl keinen Kommentar wert.

  4. timmi schrieb am

    ich bin von eurer entscheidung enttäuscht, ich glaube, ihr setzt damit auf das falsche Pferd und unterstützt damit sogar noch indirekt den falschen. Besonders im bezug auf jugend und jugendarbeit zeigte sich herr dr. porst in seinen äußerungen (z.b. beim Jahresempfang Stadtjugendring) als erschreckend ahnungslos und inkompetent. problematisch ist darüber hinaus, dass er durc hseine kandidatur das „bürgerliche lager“ spaltet und dadurch dem herrn vornehm in die hände spielt.

  5. Junker G. schrieb am

    Herr Belovari,
    1. Ernsthaftigkeit macht sich dran fest Wie man sich äußert
    Sie haben zu verschiedensten Gelegenheiten (OTZ usw.) gezeigt das Sie nicht in der Lage sind mit Kritik oder Absagen umzugehen
    2. Ist das Problem der mangelnden Alternativen zum Alkohol jedem Lehrer oder Sozialarbeiter bewusst. Dieses Thema ist aber auf Bundesebene durch Gesetze und Beschlüsse zu klären da es kein Gerarer Problem im eigendlichen Sinne ist. Wenn Sie etwas am Deutschland weiten Umgang mit Alkohol ändern wollen wenden Sie sich doch bitte an den Petitionsausschuss der Bundesregierung ( https://epetitionen.bundestag.de/ ).

  6. Woran machst Du denn die „Ernsthaftigkeit“ aus? Daran, daß der eine drastisch sagt, was er denkt und ein anderer die Sache gemütlich und schön formuliert herunter betet?

    Es ist eine Frechheit, die Aussage zu treffen, der eine sei ernsthaft und der andere nicht, wenn Du Dir gar kein reales Bild von dem „nicht ernsthaften“ Kandidaten gemacht hast. Letztendlich verkörpert ihr mit eurer Einstellung doch typische Gera-Kultur.. indem Bewertungsmaßstäbe ausschließlich aus der Ferne aufgestellt werden.

    Mit der Ideologie der Piraten-Partei aus Berlin hat das ganz sicher eher wenig zu tun.

    Davon abgesehen solltest Du nie vergessen, zu erwähnen, daß die von euch mir nun unterstellte mangelnde Ernsthaftigkeit doch eher auf den Umstand zurückzuführen ist, daß ihr ein Problem damit habt, das ich den Jugendalkoholismus thematisiere, den ihr unter den Tisch kehren möchtet, um möglichst viele Fans zu ködern.

    Wer hier letztendlich in seiner Ernsthaftigkeit angezweifelt werden sollte, ist wohl eine sehr berechtigte Frage, Uwe..

  7. Uwe Rüdiger schrieb am

    Wir sind uns sicher, das wir mit unserer Wahlempfehlung und der angebotenen Unterstützung eine richtige Entscheidung getroffen haben. Wir hatten ja alle drei ernsthaften Kandidaten zum Gespräch und haben aber auch logischerweise die ganze Entwicklung drumherum uns angeschaut und sind daher zu dieser Entscheidung gekommen. Sicherlich können Menschen viel und gut reden das gehört ja sogar auch dazu um Dinge durchzusetzen und Mehrheiten im Stadtrat gewinnen zu können, aber wir haben bei Dr.Porst auch viel Ehrlichkeit, Ehrgeiz und Sachlichkeit aus den Gesprächen mitnehmen können.
    Die anderen hier benannten Punkte lassen wir mal so im Raum stehen da wir einen fairen Wahlkampf von ALLEN Personen wollen und solche Andeutungen schon selber untereinander geklärt werden müßten, von solchen Dingen ist uns nichts bekannt.

  8. reiner weber schrieb am

    Höffentlich seid ihr keinen Scharlatan aufgesessen. Nicht jeder der gut reden kann,
    hat auch die Absicht zu verwirklichen was er sagt .Vor der Wahl will fast jeder
    Kandidat gut rüberkommen und gibt sich von seiner Schokoladenseite.
    Habt ihr mal aus seiner Vergangenheit unabhängige Informationen eingeholt?
    Da gibt es sicher einige interessante Punkte.Auch menschlich gesehen.
    Ein Mensch ist daß was er ist und nicht was er sagt zu sein.
    Ich werde aber keine genauere Hinweise geben.Jedem steht es frei sich zu informieren bevor er zur Wahl geht.

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